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des Kammerorchesters Camerata
 

Bürgerhaus Karlsfeld: Aussenansicht


Bürgerhaus Karlsfeld: Festsaal

Das Bürgerhaus Karlsfeld liegt an der Einmündung der Allacher Straße in die Münchner Straße - zentral im Gemeindegebiet

Freitag, 6. Januar 2012
um 19.30 Uhr

Bürgerhaus Karlsfeld

Allacher Straße 1, 85757 Karlsfeld
(bei München)

> Neujahrsgala <

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Merkur Online vom 09.01.2012

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Schwungvolle Neujahrsgala

Karlsfeld - Der Auftritt vor gefülltem Parkett hat die Mitwirkenden beflügelt: Das Kammerorchester und die beiden Solisten bescherten ein beschwingtes, höchst vergnügliches Konzert. Begeisterter Applaus war der Dank.

Glanzlichter im Konzert waren die Gesangssolisten Elaine Ortiz-Arandes und Gary Martin.

Foto: sch

Erstmals hat das Konzert von Bernhard Kochs „Camerata München“ im Rahmen der gemeindlichen Aboveranstaltungen stattgefunden und war entsprechend gut besucht.
Das musikalische Vergnügen zum Jahresbeginn war nicht nur den Musikern zu verdanken, die spritzig aufspielten, sondern auch den Sängern Elaine Ortiz-Arandes und Gary Martin - verlässliche Kräfte aus dem Ensemble des Theaters am Gärtnerplatz in München. Mehrmals schon erfreuten sie das Karlsfelder Publikum auf der Neujahrsgala als Solisten. Sie waren auch diesmal ein Glanzlicht..
Außerdem hatte Bernhard Koch eine Programmauswahl getroffen, bei der nichts schief gehen kann. Bekannte Opernarien wechselten sich mit leichtläufigen Ouvertüren und wiegenden Kompositionen von Johann Strauß. Das Orchester spielte nach einem etwas zögerlichen Start mit Mozarts Ouvertüre aus der „Zauberflöte“ lebendig und sensibel. Die Einsätze saßen punktgenau und die Streicher spielten in bester Übereinstimmung. (sch)

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Süddeutsche Zeitung/Landkreis Dachau vom 09.01.2012

Hohe Kunst des Gesangs

Neujahrsgala der Camerata wieder ein Triumph der Solisten

Von Adolf Karl Gottwald

Karlsfeld – Üblicherweise folgt das Programm populärer Orchesterkonzerte der Regel: Erst die Oper, dann die Operette und schließlich das Musical. Die diesjährige Neujahrsgala im Bürgerhaus Karlsfeld aber gab sich elitär und blieb ganz bei der Edelgattung Oper. Bernhard Koch, bekannt als Leiter des Karlsfelder Sinfonieorchesters, dirigiert auch die Jungen Münchner Symphoniker und das professionelle Ensemble der Camerata München, deren Salonorchester er alljährlich zur Neujahrsgala nach Karlsfeld bringt.

Mit den drei feierlichen, weihevoll erhabenen Akkordschlägen der Zauberflöten-Ouvertüre, einem Wahrzeichen der priesterlichen Sphäre dieser Oper, begann das Konzert. Das ist freilich keine Musik für ein Salonorchester mit nur einfach besetzten Bläsern. So klangen gerade die feierlichen Es-Dur-Akkorde etwas gedämpft und spröde, was auch mit den klangschluckenden Vorhängen auf der Bühne und der Akustik des übervollen Saals zurückzuführen ist. Mit dem Duett des lustigen Paars der „Zauberflöte“, Papageno und Papagena, mit dem sich die beiden auf sehr reichen Kindersegen vorbereiten, wurde die weihevolle Sphäre ohnehin verlassen. Jetzt wurde es zwar nicht sofort bürgerlich im Bürgerhaus Karlsfeld, denn im folgenden Duett aus Mozarts „Figaro“ verhandelt Susanna mit einem Grafen. Es geht aber keineswegs um priesterliche Weihe, sondern um Erotik, und beim „Barbier von Sevilla“ von Rossini agiert sogar ein Friseur in der Titelrolle.

Was aber jede Rolle adelte, war die hohe Gesangs- und Darstellungskunst der Protagonisten. Elaine Ortiz-Arandes, schon seit 27 Jahren auf der Opernbühne, verfügt über bewundernswerte körperliche und stimmliche Beweglichkeit. Ob Papagena, Gilda („Rigoletto“) und sogar „Porgy and Bess“ (Georges Gershwin), sie füllt jede Rolle hinreißend aus. Gary Martin ist der perfekte Bariton auf der Opernbühne: sehr schöne, edle Stimme, blendende Erscheinung und große Fähigkeit, in die verschiedensten Rollen zu schlüpfen.

Diese Stars unterstützte Bernhard Koch mit seinem Orchester nach besten Kräften, und die instrumentalen Zwischenspiele – verschiedene Opernouvertüren und als Höhepunkt der wunderbare Walzer „Künstlerleben“ von Johann Strauß – hatten Format und waren durch Musikalität der Aufführung geadelt. Der Feuerstrom der Musik mündete bei einer der drei Zugaben in einen „Feuerstrom der Reben“. Das gilt für den Champagner der „Fledermaus“ wie für die gesamte Musik dieser Gala.

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